Der Verband

Im FBV-Dottlenberg sind die Forstbetriebe der Bürgergemeinden des einstigen Forstreviers Oberdorf (Oberdorf, Arboldswil, Liedertswil, Titterten, Niederdorf und Lampenberg) seit 2005 neu organisiert. So werden die Waldungen der sechs Reviergemeinden als eine Einheit betrachtet und auch in diesem Sinne bewirtschaftet.

Der FBV umfasst eine Waldfläche von 620ha. 60% davon Laubholz, 40% Nadelholz. In Bezug auf die Entwicklungsstufen verteilen sich die Bestände wie folgt: 15% Jungwald, 44% mittlere Altersstufen und 41% Starkholz. Der Vorrat pro Hektare beläuft sich im Mittel auf 350sv, woraus sich ein jährlicher Hiebsatz von rund 4500sv ergibt.

Strategisch wird der FBV von einer Revierkommission geleitet, in welcher sich je ein Vertreter jeder Verbandsgemeinde befindet. Weiter haben der Revierförster und der Kreisförster mit beratenden Stimmen Einsitz.
Die operativen Arbeiten werden vom Betriebsleiter des FBVD wahrgenommen, welcher zugleich auch Revierförster ist und somit die vom Kanton an die Reviere delegierten, hoheitlichen Aufgaben erledigt.

Im Rahmen der Waldbewirtschaftung werden alle in der Forstwirtschaft anfallenden Tätigkeiten erledigt, Kerngeschäft bleibt jedoch die Holzernte.

Was ist eine Zertifizierung?

Bei einer Zertifizierung wird von aussenstehenden, unabhängigen Fachpersonen überprüft, ob die Vorgaben für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung eingehalten werden. Diese Vorgaben werden von einer Trägerschaft festgelegt. Das Ziel ist der Nachweis einer umwelt- und sozialverträglichen sowie wirtschaftlich tragbaren Waldbewirtschaftung. Nach bestandener Überprüfung bescheinigt ein Zertifikat die Einhaltung dieser Vorgaben.
Das FSC-Zertifikat, ursprünglich gegen die Zerstörung der Tropenwälder iniziiert, ist international und hat eine Trägerschaft mit Vertretern aus Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. PEFC, vier Buchstaben, über die sich der Wald freut. PEFC ist international. Das zeigt sich bereits im (englischen) Namen "Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes". Ein Programm für Anerkennung von Waldzertifizierungssysteme", das über Ländergrenzen hinweg ein Ziel verfolgt: die weltweite Verbesserung der Waldnutzung und Waldpflege. Alle nationalen Systeme haben inhaltlich dieselbe Herkunft: Beschlüsse, die auf den Nachfolgekonferenzen der Umweltkonferenz von Rio gefasst wurden.